Brandkrustenpilz und andere Baumpilze erkennen
Ein Pilz am Stammfuß sieht harmlos aus. Er ist es meistens nicht. Was Sie oberflächlich sehen, ist der Fruchtkörper, und der erscheint erst, wenn das ...
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Ein Apfelbaum, den zehn Jahre niemand angefasst hat, trägt viele kleine Früchte an Ästen, an die Sie nicht herankommen. Ein regelmäßig geschnittener Baum trägt weniger, aber größere Äpfel, und Sie erreichen sie. Darum geht es beim Apfelbaumschnitt.
Der klassische Termin liegt im Winter, zwischen Laubfall und Austrieb. Ohne Blätter sehen Sie die Krone, und der Baum verkraftet den Eingriff gut. Vermeiden Sie strengen Frost unter etwa minus fünf Grad, weil das Holz dann spröde ist und Wunden schlechter verschließen.
Ein Sommerschnitt im Juli oder August ist die Ergänzung, kein Ersatz. Er bremst zu starkes Wachstum und wird vor allem bei jungen, wüchsigen Bäumen eingesetzt.
Beachten Sie das gesetzliche Zeitfenster: Zwischen dem 1. März und dem 30. September sind nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz nur schonende Form- und Pflegeschnitte erlaubt.
Scharfe, saubere Werkzeuge. Eine Astschere für dünnes Holz, eine Baumsäge für stärkere Äste. Stumpfe Klingen quetschen das Holz, statt zu schneiden, und die Wunde verschließt schlechter.
Wundverschlussmittel brauchen Sie nicht. Die Fachwelt ist sich weitgehend einig, dass der Baum Wunden selbst besser abschottet, wenn man sie offen lässt. Wichtiger ist ein sauberer Schnitt an der richtigen Stelle.
Arbeiten Sie sich in dieser Ordnung durch die Krone, dann bleibt der Überblick erhalten:
Setzen Sie den Schnitt direkt außerhalb des Astrings, also des Wulstes am Ansatz des Astes. Dort sitzt das Gewebe, mit dem der Baum die Wunde überwallt. Wer den Astring mit abschneidet, nimmt dem Baum genau diese Fähigkeit.
Der Gegenfehler ist der zu lange Stummel. Ein stehen gelassener Aststummel stirbt ab und wird zur Eintrittsstelle für Pilze.
Bei schweren Ästen sägen Sie in drei Schritten: erst von unten anschneiden, dann etwas weiter außen von oben durchtrennen, dann den verbliebenen Stummel sauber am Astring absetzen. So reißt die Rinde nicht ein, wenn der Ast fällt.
Viele schneiden zu viel auf einmal. Ein Baum, der jahrelang nicht geschnitten wurde, reagiert auf einen radikalen Rückschnitt mit einem Wald aus Wassertrieben, und das Problem ist im Folgejahr größer als vorher.
Bei stark vernachlässigten Bäumen verteilt man den Aufbau deshalb auf zwei bis drei Jahre. Als Faustregel gilt, nicht mehr als etwa ein Viertel der Krone in einem Durchgang zu entnehmen.
Im Winter zwischen Laubfall und Austrieb, bei frostfreiem Wetter. Für einen bremsenden Schnitt bei zu starkem Wachstum eignet sich zusätzlich der Hochsommer nach der Ernte.
Bei einem regelmäßig gepflegten Baum reicht wenig. Bei einem lange vernachlässigten Baum sollten Sie den Aufbau über mehrere Jahre verteilen, statt alles auf einmal zu nehmen.
Meist weil die Krone zu dicht ist. Wo wenig Licht hinkommt, bilden sich viele kleine Früchte statt weniger großer. Auslichten hilft. Manche Sorten neigen zusätzlich zur Alternanz, tragen also nur jedes zweite Jahr stark.
Nein. Ein sauberer Schnitt am Astring verschließt sich von selbst. Wundverschlussmittel können Feuchtigkeit einschließen und schaden dann eher.
Alte Obstbäume vertragen keine großen Eingriffe mehr. Hier arbeitet man vorsichtig, nimmt Totholz heraus und lichtet behutsam aus. Wenn der Baum ohnehin Schadstellen zeigt, lohnt sich ein fachlicher Blick, bevor Sie die Säge ansetzen.
Bei großen Kronen, die vom Boden aus nicht mehr erreichbar sind, klettern wir hinein und schneiden von innen. Das ist sicherer als jede Leiter und schont den Rasen.
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